Die Probleme am aktuellen Sportgelände haben nichts mit dem sogenannten Moosboden zu tun. Ganz im Gegenteil: Der derzeitige Trainingsplatz wurde ohne jeglichen Unterbau angelegt und besteht somit aus Moosboden. Bei diesem sind auch über einen langen Zeitraum keinerlei außergewöhnlichen Setzungen aufgetreten. Solange dieser ausreichend gepflegt werden durfte, war der Trainingsplatz zu jeder Jahreszeit bespielbar und das sogar mit sehr geringem Bewässerungsbedarf. Die Einschränkungen aufgrund der Lage im Trinkwasserschutzgebiet machen eine ausreichende Pflege jedoch nicht mehr möglich, sodass auch der Trainingsplatz inzwischen stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Dass auch durchaus eine Flutlichtanlage auf diesem Untergrund errichtet werden kann, zeigen die Masten auf dem derzeitigen Hauptplatz, welche durch ein entsprechendes Fundament sicher verankert wurden. Hier waren in den vergangenen 20 Jahren keinerlei Setzungen zu beobachten.

Der moosige Untergrund stellt also keinesfalls einen Nachteil dar. Hier muss den Experten auch Vertrauen geschenkt werden. Sowohl die erstellten Gutachten, als auch mehrere Fachfirmen bestätigen die Möglichkeiten zur Errichtung des Gebäudes und der Naturrasenspielfelder mit einer Flutlichtanlage auf dem Trainingsplatz. Dazu ist gerade durch diesen Untergrund auch die Wassergewinnung mittels Schachtbrunnen möglich. Ein weiterer Beweis für die Umsetzung einer Sportanlage auf einem solchen Untergrund sind die wunderbaren Sportgelände im nahegelegenen Donaumoos, wie beispielsweise in Karlshuld oder Untermaxfeld.

Sebastian Crusius
(1. Vorstand FC Nassenfels)